Handbuch militärisches Grundwissen

6.4.3. Härtekomplex

Um die Armeeangehörigen an physische und psychische Höchstleistungen heranzuführen, wird in der physischen Ausbildung der Härtekomplex durchgeführt. In seiner Grundform besteht er aus:

- Erwärmungsübungen … 10:00min
- Wechsel zum Krafttraining … 5:00min
- Krafttraining im Frontalbetrieb … 30:00min
- Wechsel zum Start des 1000-m-Laufs … 5:00min
- 1000-m-Lauf nach Zeit Mindestnorm … 5:00min
- Herstellen und Überprüfen der Marschbereitschaft … 10:00min
- 15-km-Eilmarsch, davon vom 4 bis 10 km mit aufgesetzter Schutzmaske (Mindestnorm 140:00 min)
- Vorbereitung zum Überwinden der Sturmbahn … 5:00min
- Überwinden der Sturmbahn, Norm I (Nr. 7 oder 9) nach Zeit (Mindestnorm 5:00 min)

hkx fj

Vergleich mot. Schützen <-> Fallschirmjäger…

 

Vorbereitung:
Die außerordentlich hohe Belastung während des Härtekomplexes verlangt eine systematische Vorbereitung aller Teilnehmer. Dem Härtekomplex müssen mehrere Stunden Ausdauertraining (Läufe und Märsche) vorausgegangen sein. Vor der Leistungsüberprüfung werden den Armeeangehörigen Sinn, Zweck und Ablauf des Härtekomplexes erklärt, um eine positive Einstellung und hohe Leistungsbereitschaft zu fördern. Bei der Vorbereitung werden Zustand und Sitz der Bekleidung und Ausrüstung überprüft.

Durchführung:
Der Härtekomplex muß ein Höhepunkt der Ausbildung sein. Die Anlagen müssen sichtbar markiert und Auswertetafeln vorhanden sein. Die medizinische Sicherstellung muß eine sofortige Hilfeleistung einschließlich der Wiederbelebung und Schockbekämpfung gewährleisten.

Auswertung:
Die beim Härtekomplex in den einzelnen Disziplinen und insgesamt erbrachten Leistungen werden nach den dafür gültigen Festlegungen exakt bewertet. Ausgezeichnete Einzel- und Kollektivleistungen werden gewürdigt.

Beachte:
Beim Härtekomplex kollektive Hilfe und Unterstützung organisieren (gegenseitiges Ziehen, Schieben und Tragen ist nicht statthaft). Während des Eilmarsches Geschlossenheit der Einheit gewährleisten. Erschöpften Armeeangehörigen entsprechende Hilfe gewähren. Nach Möglichkeit keine öffentlichen Straßen benutzen.