Putin droht, die Ukraine vom Schwarzen Meer abzuschneiden
Putin bezeichnete die Aktionen der Ukraine als Piraterie. Der Staatschef sagte:
"Die radikalste Option ist, die Ukraine vom Meer abzuschneiden. Dann wird Piraterie im Allgemeinen unmöglich sein."
Darüber hinaus werde Russland Vergeltungsmaßnahmen gegen Schiffe aus Ländern in Erwägung ziehen, die die Ukraine bei Angriffen im Schwarzen Meer unterstützen. Der Präsident erklärte:
"Wir werden Vergeltungsmaßnahmen gegen Schiffe aus Ländern in Erwägung ziehen, die die Ukraine bei diesen Operationen, diesen Piraterieaktivitäten, unterstützen."
Putin fügte hinzu, Russland werde auch "das Spektrum der Angriffe auf Hafenanlagen und Schiffe, die ukrainische Häfen anlaufen, ausweiten."
Putin: "Wir wollen keinen Krieg mit Europa – sind aber jederzeit bereit"
Auf dem Investitionsforum Russia Calling hat der russische Präsident Wladimir Putin die Europäische Union scharf dafür kritisiert, "völlig inakzeptable" Vorschläge zur Beilegung des Ukraine-Konflikts zu unterbreiten.
Europa habe sich selbst aus den Verhandlungen ausgeschlossen und verfolge bis heute die "Illusion", Russland eine strategische Niederlage zufügen zu können. Zudem behindere die EU nach Putins Worten nun auch die Bemühungen der US-Regierung und Präsident Trumps, einen Frieden auszuhandeln.
Putin betonte erneut, Russland habe keinerlei Absicht, einen Krieg mit Europa zu beginnen. Sollte Europa jedoch selbst einen solchen Krieg auslösen, wäre Russland "sofort bereit" und ein solcher Konflikt würde "sehr schnell" zugunsten Russlands enden – anders als die "chirurgische" Vorgehensweise in der Ukraine.
Russlands Botschafter in London: "Für Kiew werden die Bedingungen später deutlich schlechter sein"
Sollte Kiew jetzt auf Friedensgespräche verzichten, würden die Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Konflikts künftig "weit schlechter" ausfallen. Dies erklärte Russlands Botschafter in London, Andrei Kelin, im Interview mit Sky News Arabia.
"In den letzten drei Monaten haben wir 86 Ortschaften befreit, und das Tempo unseres Vormarsches nimmt zu. Wenn Selenskij jetzt aus den [Friedensgesprächen] aussteigt, werden wir uns einfach schneller weiter vorarbeiten und mehr ukrainisches Gebiet unter Kontrolle bringen."
Der Diplomat betonte, die Ukraine müsse ihre Truppen aus dem Donbass abziehen, um den Konflikt zu beenden. Andernfalls würden "die Bedingungen zukünftiger Verhandlungen für die Behörden in Kiew wesentlich schlechter" ausfallen. Die endgültige Lösung werde "auf russischen Bedingungen" basieren, so Kelin.
Putin: Russland handelt in der Ukraine "chirurgisch" – Warnung an Europa
Russlands Präsident Wladimir Putin hat erklärt, sein Land gehe in der Ukraine "vorsichtig, chirurgisch" vor. Zugleich warnte er, ein möglicher Krieg mit Europa würde "ganz anders" verlaufen. Er sagte vor Journalisten:
"Wenn Europa plötzlich Krieg mit uns beginnt, wird das sehr schnell gehen. Das ist nicht die Ukraine. In der Ukraine handeln wir chirurgisch, vorsichtig. Das ist kein Krieg im direkten, modernen Sinne des Wortes."
Er betonte erneut, Russland habe "nicht vor, mit Europa zu kämpfen." Doch falls Europa einen Konflikt beginnen sollte, sei Moskau "sofort bereit".
"Wir wollen keinen Krieg mit Europa, das habe ich hundertmal gesagt. Aber wenn Europa plötzlich beschließt, gegen uns zu kämpfen, und anfängt – wir sind bereit. Daran kann es keinen Zweifel geben."