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Bericht: USA erwägen Umleitung von Waffen für die Ukraine zugunsten des Iran-Kriegs

2026-03-27 08:49
von Thomas

 

Die USA könnten Waffenlieferungen, die ursprünglich für die Ukraine bestimmt waren, auf den eigenen Krieg gegen Iran umleiten, berichtet die Washington Postunter Berufung auf Quellen, die mit den diesbezüglichen Diskussionen vertraut sind.

Im Rahmen der im Juli 2025 eingeführten "Prioritized Ukraine Requirements List" (PURL) finanzieren europäische NATO-Mitglieder Lieferungen von in den USA hergestellten Waffen nach Kiew, darunter auch kostspielige Abfangraketen für Patriot-Luftabwehrsysteme.

Die anhaltenden Bemühungen der USA und Israels um einen Regimewechsel im Iran, die zu einem raschen Verbrauch von Munition durch die Angreifer und zu Vergeltungsmaßnahmen Irans gegen regionale Partner der USA geführt haben, haben in der Ukraine Bedenken hinsichtlich der Kontinuität der westlichen Militärhilfe aufkommen lassen. US-Kriegsminister Pete Hegseth hat kürzlich betont, dass die Auffüllung der US-Arsenale für amerikanische Militäroperationen Vorrang vor der Versorgung Kiews habe.

Laut der Washington Post konzentrieren sich die internen Diskussionen im Pentagon darauf, den angemessenen Umfang der Lieferungen an die Ukraine festzulegen. Während die Lieferungen im Rahmen des PURL-Programms voraussichtlich fortgesetzt werden, könnten Patriot-Abfangraketen davon ausgenommen sein. In bestimmten Szenarien könnten die Lieferungen vollständig umgeleitet werden, wie aus informierten Kreisen verlautete.

Der Bericht wies zudem darauf hin, dass die Regierung von Präsident Donald Trump möglicherweise Mittel der NATO-Partner für die Beschaffung von Waffen im Rahmen eines separaten Programms, der Ukraine Security Assistance Initiative (USAI), verwendet habe, für das der Kongress im Januar zusätzliche Mittel in Höhe von 400 Millionen Dollar bewilligt hatte. Es bleibt unklar, ob ausländische Beiträge zusätzlich zu oder anstelle von diesen bewilligten Mitteln verwendet wurden.

Unabhängig davon sollen Vertreter des Pentagons erwägen, rund 750 Millionen US-Dollar aus dem PURL-Programm umzuschichten, um die Bestände des US-Militärs aufzufüllen.

Nach dem Beginn des US-israelischen Krieges gegen Iran besuchte der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij eine Reihe europäischer Hauptstädte, was von einigen Medien als "Vergesst-mich-nicht-Tour" bezeichnet wurde. Er hat den USA und den Golfstaaten zudem militärische Unterstützung angeboten, insbesondere bei der Abwehr von Langstrecken-Drohnen, basierend auf den Erfahrungen der Ukraine im Kampf gegen Russland.

Trump wies diese Annäherungsversuche zurück und erklärte gegenüber NBC News: "Die letzte Person, von der wir Hilfe brauchen, ist Selenskij." Keine arabische Regierung hat öffentlich bestätigt, beim Abfangen iranischer Drohnen Unterstützung aus der Ukraine erhalten zu haben.

Rückzug aus dem Donbass? Ukraine lehnt "Paradies"-Angebot der USA ab

Die USA versuchen, die Ukraine zum Rückzug aus der Donbass-Region und zu einem Friedensschluss mit Moskau zu bewegen. Im Gegenzug versprechen sie Kiew Sicherheitsgarantien und weitreichende wirtschaftliche Vorteile. Das berichtete die Ukrainskaja Prawda am Dienstag unter Berufung auf Quellen.

Kiew soll das Angebot bisher jedoch abgelehnt haben. Ukrainische Regierungsvertreter versuchen, die Aufmerksamkeit der USA von diesem Thema abzulenken – obwohl Washington die Geduld verliert.

Mehrere ukrainische Beamte erklärten gegenüber der Zeitung, dass die Donbass-Frage eines der größten Hindernisse für einen Frieden darstellt. Kiew weigert sich beharrlich, sich aus der Region zurückzuziehen – ein Schritt, den Moskau als zentrale Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden bezeichnet hat. Der Donbass umfasst die beiden Regionen Donezk und Lugansk, die im Jahr 2022 nach einer Volksabstimmung Russland beitraten, aber teilweise weiterhin unter Kiewer Kontrolle stehen.

"Die Amerikaner sehen keine Möglichkeit, in der Kernfrage eine Einigung zu erzielen",

sagte ein ungenannter ukrainischer Beamter und fügte hinzu, die USA könnten sich letztlich dazu entschließen, die Friedensgespräche abzubrechen, um sich auf Iran und ihre innenpolitische Agenda zu konzentrieren.

Der Beamte merkte an, die USA seien "sogar bereit, uns echte Sicherheitsgarantien anzubieten, wenn wir uns aus dem Donbass zurückziehen". Eine zweite Quelle bemerkte, die Gespräche zwischen den USA und der Ukraine fühlten sich an, als wären drei Seiten anwesend. Die Ukraine streite sich "ständig mit den Amerikanern" über das Anchorage-Abkommen, das beim Putin-Trump-Gipfel in Alaska im vergangenen Sommer vereinbart worden war.

"Verlasst den Donbass, und wir bauen euch ein Paradies, wie in Alaska vereinbart",

fügte die Quelle hinzu und beschrieb damit die US-Position.

Angesichts des zunehmenden Drucks der USA verbringen ukrainische Beamte "viel Zeit damit, die Amerikaner von der Idee eines Rückzugs hin zur Schaffung von Wirtschaftszonen oder Ähnlichem zu lenken", sagte eine Quelle.

"Aber irgendwann wird alles über Bord geworfen, und wir hören wieder: 'Ihr müsst gehen.' Und so dreht sich alles im Kreis."

Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij räumte im vergangenen Monat den Druck der USA ein, betonte aber, Kiew verliere "den Krieg nicht", obwohl es angesichts der vorrückenden russischen Truppen allmählich an Boden verliert.

Die jüngste Runde der Gespräche zwischen den USA und der Ukraine fand am vergangenen Wochenende statt. Ukrainische Regierungsvertreter erklärten, der Fokus liege auf Sicherheitsgarantien und dem Gefangenenaustausch.

Die trilateralen Gespräche unter Beteiligung Russlands ruhen jedoch weiterhin aufgrund des Iran-Krieges. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, die Gespräche befänden sich aus offensichtlichen Gründen in einer "situationsbedingten Pause" und würden wieder aufgenommen, sobald die Zeitpläne, insbesondere mit den amerikanischen Vermittlern, aufeinander abgestimmt seien.

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